Der Olympiasee am Fuße des Olympiaberg
Der Olympiasee ist ein künstlich angelegter See direkt am Olympiaberg. Er wurde für die Olympischen Spiele 1972 im Münchner Olympiapark angelegt. Er ist mit 8,6 Hektar Fläche und maximal 1,4 Metern Tiefe der größte See im Olympiapark. Der See teilt sich in den Großen und den Kleinen Olympiasee. Die Wasserfläche ist komplett umgeben von Wiesen, perfekt für ein Picknick. Am Ufer befindet sich das Theatron, ein kostenloses Open-Air-Amphitheater, das als Sprungbrett für lokale Musiker dient.
Der Olympiasee im Münchner Olympiapark ist ein künstlich geschaffenes Gewässer, das ein beliebtes Naherholungsziel für alle Münchner ist und gleichzeitig einen wichtigen Naturraum in der Großstadt darstellt. Direkt neben dem See befindet sich das Olympiastadion. Die Art und Weise, wie sich die legendäre Zeltdach-Architektur im See spiegelt, ist schon genial. Den schönsten Blick auf den See hast du jedoch vom Olympiaberg. Vom offiziellen Aussichtspunkt auf dem Olympiaberg kannst den See überblicken, dahinter ragt das außergewöhnliche Dach des Olympiastadions in den Himmel. Die Wasserfläche ist insgesamt 8,6 Hektar groß. Der See ist in zwei Teile unterteilt – in den kleineren, westlichen Abschnitt, den Kleinen Olympiasee. Er hat eine Fläche von 1,4 Hektar. Der östliche Teil ist der Große Olympiasee mit 7,0 Hektar Fläche. Die Trennlinie dieser beiden Seen bildet die Brücke des Spiridon-Louis-Rings, die den See überspannt. Genau genommen ist es also ein See, der an einer Stelle mit einer Brücke überspannt wird und somit optisch zwei Seen bildet.
Mit einer Gesamtlänge von 1.120 Metern und einer maximalen Breite von 223 Metern fasst der Olympiasee ein Wasservolumen von 110.000 Kubikmetern. Was viele nicht wissen: Der See ist viel mehr als nur Dekoration. Er ist ein riesiger Wassertank, der dem Hochwasserschutz in München dient. Das Wasser stammt aus dem Nymphenburg-Biedersteiner Kanal und dem Regenwasser, das von den riesigen Dächern des Olympiastadions und der Olmypiahallen abläuft. Bei Starkregen fängt der Olympiasee die enormen Wassermassen von den versiegelten Flächen auf. Ein eingebautes Wehr sorgt dafür, dass das Wasser dann ganz kontrolliert in den Kanal weitergeleitet wird. Das ist super wichtig, um die Stadt vor Überschwemmungen zu schützen. Der Olympiasee ist aber ein relativ flaches Gewässer. Das hat mich überrascht: Die durchschnittliche Tiefe beträgt gerade einmal 1,3 Metern – die maximale Tiefe beträgt 1,4 Meter und die minimale Tiefe ist 0,8 Meter. Also eher eine “Pfütze” als ein See. Auffallend ist die Vogelinsel im Kleinen Olympiasee. Diese Insel misst 0,2 Hektar und bildet einen wertvollen geschützten Bereich, den vor allem Zugvögel nutzen. Das gesamte Gelände rund um den See ist öffentlich und ohne Eintritt jederzeit zugänglich.



Attraktionen am Olympiasee
Im Sommer kannst du dir ein Tretboot ausleihen und gemütlich über das Wasser schippern. Einige Besucher machen das. Ich persönlich fand den See dafür zu klein. Ich bin lieber einmal um den See herum spaziert. Dabei gibt es einiges zu entdecken – wahrscheinlich mehr als aus der Wasserperspektive. Die Wege rundherum sind perfekt zum Joggen oder einfach nur zum Flanieren. Und klar, der Olympiaberg liegt direkt dran. Einmal hochlaufen lohnt sich auf jeden Fall, denn der Blick über den See und die ganze Stadt ist einfach unschlagbar.
–> so geht die leichte Olympiaberg Wanderung
Ganz in der Nähe ist auch noch das SEA LIFE Aquarium, falls das Wetter mal nicht mitspielt. Kulturell ist das Theatron ein absolutes Muss: Das ist wie ein kleines römisches Theater am Seeufer. Im Sommer gibt’s da den “Theatron MusikSommer” mit wochenlang kostenlosen Konzerten – super entspannt und ein tolles Sprungbrett für neue Bands. Direkt daneben kommt im Sommer das Kino am Olympiasee hin. Stell dir vor: Auf bequemen Liegestühlen einen Film schauen, mit Biergarten-Feeling und im Hintergrund die beleuchtete Olympia-Architektur – mega! Und wenn du am Nordufer spazierst, siehst du den Munich Olympic Walk of Stars (MOWOS). Das ist Münchens eigene Ruhmesmeile, wo du die Handabdrücke von Stars wie Metallica, Helene Fischer oder Pink im Boden findest. Total witzig, da mal die eigene Hand reinzulegen!
Munich Olympic Walk of Stars am Olympiasee

Der Munich Olympic Walk of Stars (MOWOS) ist eine Sehenswürdigkeit am Großen Olympiasee. Er liegt zwischen See und dem Olympiaturm. Die Ruhmesmeile erstreckt sich über 800 Meter Länge. Er wurde 2003 ins Leben gerufen, um nationale und internationale Persönlichkeiten aus Sport, Musik und Unterhaltung zu ehren, die im Olympiapark große Erfolge feierten. Entlang des Weges sind über 170 quadratische Betonplatten in den Boden eingelassen, auf denen Stars wie Metallica, Pink, Howard Carpendale, Helene Fischer und Sportlegenden wie Katarina Witt ihre Handabdrücke und Signaturen hinterlassen haben. Der Munich Olmypic Walk of Stars ist jederzeit zugänglich und kostet keinen Eintritt.
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Das Theatron am Olympiasee
Ein Sommer-Hotspot und die kulturelle Attraktion am Ufer des Olympiasees ist das Theatron mit seiner Kleinen Seebühne. Diese halbkreisförmige Freilichtanlage, die an ein antikes Amphitheater erinnert, liegt direkt unterhalb der Olympia-Schwimmhalle. Sie bietet auf ihren charakteristischen Betonstufen und den angrenzenden Grünhängen Platz für geschätzt bis zu 2.000 Besucher. Ihre Geschichte reicht zurück bis zu den Olympischen Spielen 1972, wo sie ursprünglich für das kulturelle Rahmenprogramm konzipiert wurde und Schauplatz von Modenschauen, Tanz- und Theaterdarbietungen war. Heute ist das Theatron legendär für den “Theatron MusikSommer”. Über mehrere Wochen im Hochsommer treten hier zahlreiche Bands und Künstler aus unterschiedlichsten Genres – von Hip-Hop über Rock bis Indie – auf, wobei die Konzerte meist bei freiem Eintritt stattfinden. Das Festival hat sich dadurch als echtes Sprungbrett für die lokale Musikszene etabliert, denn wer hier eine große Menge begeistern kann, hat gute Chancen auf eine größere Karriere. Berühmte Beispiele belegen dies eindrücklich: Selbst international bekannte Bands wie die Scorpions und populäre deutsche Künstler wie die Sportfreunde Stiller nutzten die Bühne am Olympiasee in ihren Anfängen als Sprungbrett, lange bevor sie später die Olympiahalle oder gar das Olympiastadion füllten. Das Theatron verkörpert somit die weltoffene Kultur der Olympiastadt München und sorgt für eine einzigartige, ungezwungene Festivalatmosphäre.
Das Olympiasee Kino
Das Kino am Olympiasee ist im Sommer eines der herausragendsten Open-Air-Kinos in München und bietet ein einzigartiges Filmerlebnis vor der spektakulären Kulisse des Olympiabergs im Olympiapark. Es befindet sich auf der Freifläche der Olympia-Schwimmhalle, direkt am Ufer des Olympiasees (Coubertinplatz 1). Die Zeltdach-Architektur des Geländes dient als atmosphärischer Hintergrund. Die Saison des Kinos ist von Mitte Mai bis Mitte September, wobei die Filmvorführungen täglich und bei jedem Wetter stattfinden. Neben den abendlichen Vorstellungen gibt es von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen spezielle FamilyOpenAir-Shows für die ganze Familie. Es gibt mehrere Sitzplatz-Kategorien: von den wettergeschützten Olympic Lounges über romantische Love-Seats für zwei bis hin zu klassischen Liegestühlen im Parkett.
Kann man um den Olympiasee spazieren?
Absolut, du kannst wunderbar um den Großen Olympiasee spazieren! Die Runde ist eine der beliebtesten Strecken im Münchner Olympiapark, weil sie so einfach und landschaftlich reizvoll ist. Der Weg um den Großen Olympiasee ist etwa 2 Kilometer. Für einen entspannten Spaziergang brauchst du dafür rund 30 Minuten. Die Wege sind gut befestigt, komplett eben und eignen sich daher perfekt, wenn du joggen möchtest oder mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs bist. Außerdem kommst du auf der Runde direkt an Sehenswürdigkeiten wie dem Theatron und dem Munich Olympic Walk of Stars vorbei und hast Aussicht auf die berühmte Zeltdach-Architektur und den Olympiaberg. Hier habe ich die Runde um den See eingezeichnet.
Du kannst die Runde um den Großen Olympiasee auch erweitern und noch um den Kleinen Olympiasee spazieren. Mit einer Länge von nur etwa 700 Metern kannst du ihn in entspannten ca. 10 Minuten umrunden. Der Weg ist dabei völlig eben. Obwohl er der kleinere See ist, ist er landschaftlich reizvoll. Mitten im Kleinen Olympiasee liegt die kleine Vogelinsel, eine geschützte 0,2 Hektar große Oase, die häufig Wildgänsen und Zugvögeln als Ruhezone dient. Du startest für die Verlängerung an der Brücke des Spiridon-Louis-Rings.
Im Olympiasee München baden und schwimmen?
Nein, im Olympiasee in München ist das Baden und Schwimmen strikt untersagt. Obwohl der See mit seiner Lage mitten im Olympiapark sehr einladend wirkt, gilt er nicht als offizieller Badesee. Der Hauptgrund liegt in seiner Funktion: Der See dient in erster Linie als Hochwasserschutzbecken. Hinzu kommt, dass der See mit einer maximalen Tiefe von nur etwa 1,4 Metern generell zu flach für sicheres Schwimmen ist. Für alle, die dennoch ins Wasser möchten: Direkt am Seeufer befindet sich die Olympia-Schwimmhalle. Auch der nahegelegene Olympia Regattasee bietet offizielle Bademöglichkeiten.
Auf dem Olympiasee München mit dem Boot fahren
Wer den Olympiasee nicht nur umrunden, sondern auch vom Wasser aus erleben möchte, hat dazu die Gelegenheit in den Sommermonaten. Auf dem See ist das Bootfahren eine beliebte Freizeitaktivität, wobei hier Tretboote und Ruderboote beim ansässigen Verleih gemietet werden können. Besonders die Tretboote in der Fom eines Schwans sind beliebt bei Familien und Paaren, die gemütlich über das Wasser gleiten möchten. Du kannst dir auch ein SUP beim Bootsverleih mieten. Die Preise sind relativ hoch. Bezahlung ist seit 2025 nur bargeldlos möglich. Im Gegensatz zu vielen Seen in Bayern ist die Nutzung eigener Boote wie Kajaks oder Stand-Up-Paddle-Boards (SUPs) auf dem Olympiasee nicht gestattet.
Persönliches Fazit
Mein persönliches Fazit zum Olympiasee fällt gemischt aus: Ich würde dir raten, den See als Teil des Olympiaparks anzusehen, aber ihn nicht als alleiniges Reiseziel einzuplanen. Er ist eine schöne Sehenswürdigkeit in München, die du dir unbedingt anschauen solltest, wenn du sowieso den Olympiaberg besteigst. Ehrlich gesagt: Nur wegen des Sees selbst würde ich nicht extra hierherkommen. Dafür gibt es in Bayern einfach attraktivere Seen mit Bademöglichkeiten und wilderer Natur. Ich denke da an den Königssee, den Forggensee oder den Fichtelsee. Aber in Kombination mit dem Olympiapark, den vielen Attraktionen wie dem MOWOS und dem tollen Panorama vom Berg aus ist der Olympiasee definitiv eine nette und sehenswerte Ergänzung!
Weiterführende Links
- alle Tipps zur Anfahrt und Anreise
- mehr Infos über den Olympiaberg
- der beliebte Wohnmobilstellplatz München Olympiapark


