Schuttberg München

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Olympiaberg – größter Schuttberg in München

Der Olympiaberg ist mit 50 Metern Höhe der größte Schuttberg Münchens. Er entstand von 1947 bis 1958 aus den Trümmern der zerstörten Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute ist er ein beliebter Aussichts- und Erholungsort im Olympiapark. Er bietet einen weiten Panoramablick über München und das Olympiagelände. Zusammen mit Luitpoldhügel und Neuhofener Berg erinnert er an die Kriegszerstörung und den Wiederaufbau.

Der Begriff Schuttberg oder Trümmerberg steht in München für eine Reihe von künstlich geschaffenen Hügeln, die unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Diese Erhebungen sind das Ergebnis der gewaltigen Aufgabe, die schätzungsweise über 10 Millionen Kubikmeter Bauschutt zu beseitigen. Durch die 73 Luftangriffe der Alliierten auf München zwischen 1942 und 1945 wurden viele Gebäude zerstört. In der Folge dieser Angriffe waren mindestens 6.632 Menschen ums Leben gekommen, Tausende verletzt und rund 300.000 Einwohner obdachlos geworden, da 81.500 Wohnungen zerstört wurden. Der Schutt dieser Wohnungen und Häuser bildet die heutigen Schuttberge.

Schuttberge in München

München hat drei Hauptschuttberge, die man heute gar nicht mehr als solche erkennt. Sie sind Anhöhen in der städtischen Parklandschaft und empfehlenswerte Aussichtspunkte:

  1. Der Olympiaberg (der “Große Schuttberg”): Er ist der prominenteste und mit 50 Metern Höhe der höchste der Trümmerberge. Er liegt im heutigen Olympiapark auf dem ehemaligen Oberwiesenfeld und wurde zwischen 1947 und 1958 hauptsächlich aus den abgebaggerten Ruinen der Innenstadt aufgeschüttet. Heute ist er ein beliebtes Naherholungsziel und Aussichtsplateau, das einen umfassenden Blick über die Stadt und das ikonische Olympiagelände bietet. Seine Existenz erinnert – neben dem 1972 errichteten Mahnmal “Schuttblume” – an die zivilen Opfer des Krieges. –> Olympiaberg
  2. Der Luitpoldhügel (der “Kleine Schuttberg”): Mit einer Höhe von 37 Metern ist er der zweitgrößte Schuttberg und liegt im Luitpoldpark. Hier ist die Mahnfunktion besonders ausgeprägt, da auf seinem Gipfel ein Gedenkkreuz an die Opfer der Bombenangriffe erinnert. Der Luitpoldhügel dient ebenfalls als Rodelberg und Freizeitareal. –> Luitpoldhügel
  3. Der Neuhofener Berg: Er liegt im Neuhofener Park an der Plinganserstraße. Weniger bekannt als Schuttberg, fällt er heute vor allem durch seinen steilen Hangweg mit einer Steigung von 23 Prozent auf.

Ursprünglich waren die Schuttberge Mahnmale, die von den Entbehrungen der Nachkriegszeit zeugten. Die Aufschüttung und spätere Begrünung war eine pragmatische Lösung der Schuttbeseitigung nach dem Krieg. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich diese “Ruinen-Hügel” in wirklich schöne Orte in der Stadt verwandelt. Sie bieten heute Erholungsraum, viel Platz für sportliche Betätigung und eine Aussicht wie man sie sonst nicht so leicht in München ohne Eintritt findet. Wir sollten aber nicht vergessen, warum es sie gibt. Sie sind ein stilles Denkmal für die Zerstörung und die immense Leistung des Wiederaufbaus.

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